Abenteuerliteratur
für Jugendliche
Startseite
Inhaltsübersicht

Illustrationen
 
Illustratorenliste

Titelliste
Verlagsliste
Verfasserliste
digitalisierte Bücher

Conrad Ludwig Beckmann

Onkel Tom`s Hütte; oder Negerleben in den Sklavenstaaten von Nord-Amerika. Von Harriet Beecher Stowe. Mit 40 Illustrationen.- Leipzig: Verlagsbuchhandlung von J. J. Weber. 1853.

Die Abbildungen wurden nach den Illustrationen der ersten illustrierten amerikanischen Ausgabe gefertigt.
Uncle Tom`s Cabin; or, Life among the Lowly.- Boston: John P. Jewett and Company. 1853.
Diese Ausgabe wurde ab Mitte Dezember 1852 (rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft) verkauft und enthält einschließlich der Kapitelinitialen 117 Illustrationen von Hammat Billings.
Zwei dieser Abbildungen wurden auch in der ersten kanadischen Ausgabe verwendet.

»»» zum Buch

Bild 14 der Weber-Ausgabe



Frontispitz der kanadischen Erstausgabe



... Von größtem Einfluß auf die Kinder- und Jugendliteratur ist dann seit der Mitte des 19. Jahrhunderts Elizabeth Harriet Beecher-Stowes Roman "Onkel Toms Hütte". Ursprünglich war das Buch als Fortsetzungsroman für eine Erwachsenenzeitung erschienen. Schon im Jahre des ersten Erscheinens, 1852, wurden neben den 120 Auflagen in den USA mit ca. 300.000 Exemplaren allein in Deutschland 10 Ausgaben hergestellt. Eine davon ist mit 50 Illustrationen von Conrad Ludwig Beckmann versehen. Die Holzschnittillustrationen schließen an den Stil der neuen "Illustrierten Zeitung" an; ihr Stil, angesiedelt zwischen Reportage und "Gartenlaube", trifft genau den Nerv der 50er Jahre des vorigen Jahrhunderts. Nicht zufällig ist diese Ausgabe bei dem Verlag J. J. Weber erschienen, der seit 1843 die Leipziger "Illustrierte Zeitung" herausgab. Die prägnanten Bildüberschriften lassen journalistische Erfahrung und politisches Bewußtsein erkennen.
Wenn es sich auch um eine speziell für die Jugend eingerichtete Ausgabe handelt, so wird doch der Geschichte der kleinen Eva eine bevorzugte Stelle in den Illustrationen eingeräumt. Ihre Gespräche mit Tom unter der Überschrift "So ein kleines Kind ist der einzige echte Demokrat" und die Bekehrung der "heidnischen Seele" der kleinen Topsy bieten sich schon als Identifikationssituationen an, zumal sie in ihrem biedermeierlichen Ambiente die Grausamkeit der Sklaverei vergessen lassen, die in anderen Bildern deutlichst und unter empörten Überschriften ausgebreitet werden. Spätere, zahlreiche Bearbeitungen für die Jugend haben dann für die nie nachlassende Verbreitung des Romans gesorgt. Ihre meist trivialen Illustrationen werden gelegentllich durch vorzügliche Jugendstilbände ausgestochen. Trotz des wichtigsten Anliegens des Buches, eine Anklage gegen die Sklaverei in den Südstaaten der USA zu sein, bleibt die Autorin in der Charakterisierung der Schwarzen den stereotypen Vorurteilen der Zeit verhaftet, so daß sie Onkel Tom als zufriedenen, geduldigen und freundlichen, demütigen, gutmütigen, kindlichen und weichen Menschen darstellt.
...

Albert Schug / Reinhard Tiesbrummel
in:
Die Bilderwelt im Kinderbuch, Köln, 1988

 



Titel-Vignette



klick auf die Bilder


01


02


03


04


05


06


07


08


09


10


11


12


13


14


15


16


17


18


19


20


21


22


23


24


25


26


27


28


29


30


31


32


33


34


35


36


37


38


39

zum Seitenanfang

Valid HTML 4.01 Transitional